21. November 2017 Johannes von Meißen

 

Ist doch egal?!

80 Prozent der Leipziger haben kein Bekenntnis. Wie empfinden Christen in der sächsischen Stadt ihr Christsein?

Eine Spurensuche von Thomas Schnieders.

Blick in den Raum der Stille. Ein Angebot der Orientierung Leipzig.
Blick in den Raum der Stille. Ein Angebot der Orientierung Leipzig. Foto: Schnieders

 

Er erzählt gerne die Geschichte von den Schafen. Es ist schon einige Jahre her, als für den Weihnachtsmarkt eine große Krippe auf dem Marktplatz stand. Mit zwei lebendigen Schafen als Darsteller darin und einem Schild daneben. Ein Sponsor wünschte frohe Weihnachten und zwar „mit diesen Schafen“. Darüber kann sich Bernd Knüfer immer noch aufregen, weil da Weihnachten auf zwei Tiere reduziert wurde, die Geburt Christi schien egal zu sein. Der Jesuiten-Pater sitzt in seinem Arbeitszimmer in einem alten Haus am Leipziger Floßplatz, entschuldigt sich für die Kälte und knipst einen Heizstrahler an. Er benutze sein Arbeitszimmer nicht mehr so häufig, er arbeite mit 77 Jahren nicht mehr so viel.

„Ich habe mich daneben gestellt, ich wollte wissen, ob Kinder ihre Eltern fragen, was da zu sehen ist“, erzählt Knüfer. Er hatte sich vorgestellt, dass er Fragen beantworten könne, falls es die gebe. Nur: „Eine Stunde lang stand ich dort, es passierte nichts dergleichen.“ Es hatte niemand eine Frage zur Krippe, die er gern erklärt hätte, obwohl er sie dort nicht aufgebaut hat. Er habe dann einsehen müssen: „Es interessiert die Leute nicht.“ Knüfer sagt das in einem sehr neutralen Tonfall, wie eine Feststellung.

Mission als Christ? Nicht bequatschen.

Der Jesuit hat sich nach der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten bewusst entschieden nach Leipzig zu gehen, bis dahin war er viele Jahre in der Studierendenseelsorge des Bistums Würzburg tätig. In Leipzig hat er später die „Orientierung“ aufgebaut und zehn Jahre geleitet: Eine Kontaktstelle für Lebens- und Glaubensfragen der katholischen Kirche. Bis heute leitet er dort Meditationsgruppen an und hält Kurse zu religiösen Themen an der Volkshochschule: „Wenn es dabei um das Christentum im Vergleich mit anderen Religionen geht, kommt das auch gut an“, berichtet er. „Ich stehe voll dazu, dass ich Missionar bin, aber man muss das immer irgendwie verpacken.“

Pater Bernd Knüfer in seinem Büro. Der Jesuit lebt in Leipzig.
Pater Bernd Knüfer in seinem Büro. Der Jesuit lebt
in Leipzig. Foto: Schnieders

Es sei wichtig, die Leute „nicht zu bequatschen oder zu überzeugen: Mission heißt, mit den Menschen ihr Leben zu teilen und antworten, wenn man gefragt wird“. Den Glauben vorschlagen, nennt Knüfer das, in der Tradition der französischen Bischöfe. Sie führten den Begriff „proposer la foi“ in einem Hirtenbrief 1996 ein, um ihr Wirken in einer stärker säkularisierten Welt zu beschreiben. Es geht um Präsenz in einem religionslosen Raum: Von 540.000 Leipzigern sind gerade einmal gut vier Prozent katholischer, knapp zwölf Prozent evangelischer Konfession. Glauben und Kirche als ein Angebot zur Lebensgestaltung, das niemandem aufgezwungen werden soll.

Frank Martin geht da sogar noch weiter: Für den Pfarrer der Evangelischen Studierendengemeinde Leipzig bietet die Kirche einen Raum, um sich mit gesellschaftlichen Fragen auseinanderzusetzen. „Wenn in vielen Orten der Supermarkt schließt oder die Poststelle – was bleibt dann noch als öffentlicher Diskursort?“, fragt er und gibt auch die Antwort: „Die Kirche.“ Diese sei eben auch kein durchkommerzionalisierter Ort. Seit zehn Jahren ist er in der Leipziger Hochschulseelsorge und, das ist ihm ganz wichtig, es ist eine richtige Gemeinde, inklusive Sonntagsgottesdienst. Martin ist in Leipzig aufgewachsen und sagt: „Ich habe Kirche als einen Ort der Freiheit kennengelernt.“

Kirche soll Ideen möglich machen

Während des Semesters wird von den Gemeindemitgliedern wöchentlich ein Gemeindeabend gestaltet. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace sei dazu eingeladen, es ging aber auch schon einmal um Ikonenmalerei der orthodoxen Kirche, Philosophen halten Vorträge. Zu diesen Abenden kommen oft Studierende, die per Plakat auf das Thema aufmerksam geworden seien. Die Hoffnung, die bei Martin mitschwingt, ist zudem die, dass gelegentlich jemand für die Gemeindearbeit hängen bleibt. Seine Erfahrung ist auch: Viele junge Studenten sind einsam und auf der Suche nach neuen Freundschaften.

Etwa 40 junge Leute engagieren sich jedes Semester in der Gemeinde, vermutlich seien die meisten evangelisch, vermutet Martin. „Aber ich frage nicht. Wer kommt, der kommt.“ Es gibt in der Gemeinde einen großen Chor und verschiedene Arbeitskreise. Er sieht das Haus der ESG in der Südvorstadt als Ort an, der Ideen möglich werden lässt. Dazu zählt auch gesellschaftliches Engagement. Gemeinsam mit der Katholischen Hochschulgemeinde habe man in einem sozialen Brennpunkt in Leipzig einen Vorleseladen eingerichtet. „Es gibt viel soziales Engagement unter den Studierenden. Es ist ein Phänomen unserer Zeit“, sagt Martin. Ihn freut das, es zeige, dass vielen ihre Umgebung nicht egal sei.

Ehrenamtlich helfen

Den Eindruck des Pfarrers belegen auch Forscher in einem Bericht, den sie zuletzt 2014 für das Bundesfamilienministerium erstellt haben: 43 Prozent der Deutschen sind ehrenamtlich engagiert. Im Bundesland Sachsen, in dem Leipzig liegt, liegt die Quote mit 38,3 Prozent nur etwas darunter.

Eine von ihnen ist Inge Sielaff: Die 72-Jährige ist als Begleiterin für Blinde in Leipzig tätig. Ihre Einsatzgebiete können sehr unterschiedlich sein. Einmal habe sie eine junge Bibliothekarin begleitet, die für den Weltkongress der Blindenschrift nach Leipzig gekommen sei. Sielaff erzählt, wie sie die Frau am Bahnhof abgeholt und dann mit ihr in die Veranstaltungen besucht habe. „Das war auch für mich interessant.“

Inge Sielaff engagiert sich ehrenamtlich bei der Diakonie in Leipzig.
Inge Sielaff engagiert sich ehrenamtlich bei der Diakonie
in Leipzig. Foto: Schnieders

Der Dienst wird von der Diakonie in der Stadt angeboten, die Ehrenamtlichen helfen Blinden und Sehbehinderten zum Beispiel beim Einkaufen, gehen mit ihnen zu Ämtern oder einfach eine Stunde spazieren. 50 Menschen engagieren sich zurzeit hierfür, berichtet Susann Hanske. Sie leitet den Dienst und vermittelt die etwa 150 Anfragen im Jahr an die Helfer. „Das Angebot wird gut nachgefragt. In letzter Zeit ist es schwieriger geworden, geeignete Ehrenamtliche dafür zu akquirieren, weil inzwischen einfach an sehr vielen Stellen ehrenamtliches Engagement nachgefragt und benötigt wird“, sagt Hanske. Die Anfragen reichen von kurzen Hilfen für Besucher bis hin zu regelmäßigen Besuchen. Inge Sielaff trifft einmal in der Woche eine Mittfünfzigerin, mit der sie zum Beispiel einkaufen geht oder „was eben so anfällt“. Nur putzen und kochen gehörten nicht zu ihren Aufgaben.

Nach dem Tod ihres Mannes vor einigen Jahren war es ihr ein Bedürfnis ein Ehrenamt zu übernehmen. „Ich hatte ja auch die Zeit“, sagt sie. Der Weg zu einem kirchlichen Träger lag für Sielaff gar nicht so fern, lange hat sie in der DDR in einem diakonischen Haus gearbeitet. Zudem sei sie gläubig: „Aber ich bin kein Christ, der sich in den Vordergrund spielt.“ Ihre Motivation zieht sie aus der persönlichen Begegnung: „Es ist schön, wenn man ankommt und sieht, die Leute freuen sich, wenn man da ist und sie am Leben teilhaben können.“ Sie hat auch die Erfahrung gemacht, dass „ein Ehrenamt schon dazu führt, dass man tolerant ist“. Man lerne andere Menschen und ihre Lebensgewohnheiten kennen, ohne sie negativ zu bewerten, erzählt die Protestantin.

Sophie Wischnewski ist es wichtig, anderen offen zu begegnen. Sie machte ihren Bundesfreiwilligendienst bei der Caritas.
Sophie Wischnewski ist es wichtig, anderen offen zu begegnen. Sie machte ihren
Bundesfreiwilligendienst bei der Caritas. Foto: Caritasverband Leipzig e.V.

Anderen Menschen mit Offenheit und Toleranz zu begegnen ist auch für Sophie Wischnewski wichtig. Die Leipzigerin hat im Herbst ihren Bundesfreiwilligendienst bei der Caritas abgeschlossen. In diesem Rahmen hat sie auch Veranstaltungen für den Katholikentag organisiert. Die 25-Jährige hat dabei die Erfahrung gemacht, dass nach Veranstaltungen die Besucher begannen, miteinander zu reden.Wischnewski hatte vor ihrem Engagement „Geschichte und Theologie des Christentums“ studiert und sich nach dem Abschluss versucht zu orientieren. „Die Caritas ist mir schon immer ein Begriff für Hilfen für Notleidende gewesen“, deshalb habe sie sich dort um die Stelle als Bundesfreiwilligendienstleistende beworben. Nun studiert Wischnewski „Soziale Arbeit“ und arbeitet parallel in der Flüchtlings- und Migrationsberatung der Caritas. Das Glaubenstreffen im Mai war für sie nicht nur beruflich eine Chance, sondern auch Bestärkung im Glauben, vor allem, weil viele Veranstaltungen ökumenisch angelegt gewesen seien. „Das hat mir als eine große Freundin der Ökumene sehr viel Mut und Kraft gegeben“, sagt sie und ergänzt: „Nun sollten wir das uns aber auch bewahren und mit dieser neuen Energie weitermachen.“

Event-Kultur

Ein solches positives Zeichen für die Gläubigen in den neuen Bundesländern erhofften sich die Macher des 100. Katholikentages im Mai in Leipzig. Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken und Veranstalter des Treffens, sprach im Anschluss davon, dass es „kaum Ablehnung und dafür viel interessierte Neugierde“ gegeben habe.

Dass die Veranstaltungen bei Sophie Wischnewski einen so bestärkenden Einfluss hinterlassen haben, würde Sternberg sicher freuen. Studentenpfarrer Frank Martin sieht das kritischer: „Der Katholikentag hat nicht nachgewirkt. Ich halte diese Eventkultur generell für problematisch“, sagt er. Das gilt seiner Meinung nach auch für die Veranstaltungen seiner eigenen Kirche wie den Evangelischen Kirchentag.

Kritisch steht solchen Großveranstaltungen auch Pater Clemens Maaß gegenüber. Der Jesuit leitet seit September die Kontaktstelle Orientierung in der Leipziger Innenstadt und war vorher Chef der katholischen Akademie in Dresden. „Keine Frage, es war eine schöne Veranstaltung. Mir hat gefallen, dass alles dezentral in der Stadt war. Jeder muss irgendwie einmal über den Katholikentag gelaufen sein“, sagt er, schränkt aber ein: „Leipzig ist eine alte Messe- und Handelsstadt. Die Leute sind hier gewohnt, dass immer irgendetwas stattfindet.“ Zehn Tage vor den Gläubigen bevölkerten 23.000 mehrheitlich dunkel gekleidete Besucher die Stadt für das Wave-Gothic-Treffen. Katholikentag als ein Angebot unter vielen.

Einladung: Stille

Die von Pater Knüfer aufgebaute Kontaktstelle befindet sich in einer Passage in der Innenstadt. Es ist nicht die Toplage, man stellt zwar ein Schild mit seinem Angebot auf den Bürgersteig, aber das machen viele Restaurants auch. In gewisser Weise muss man die Orientierung gezielt suchen, um sie zu finden. Hat man sie gefunden, tritt man in einen großen, stillen Raum, das Licht ist gedimmt. Pater Maaß steht in diesem Meditationsraum, in dem es natürlich still ist, gedimmtes Licht beleuchtet den Teppichboden.

Clemens Maaß leitet die Orientierung in Leipzig. Eine Kontaktstelle der katholischen Kirche.
Clemens Maaß leitet die Orientierung in Leipzig. Eine Kontaktstelle
der katholischen Kirche. Foto: Schnieders

„Man hat hier bewusst auf christliche Symbolik verzichtet“, erkärt er. Jeder solle in diesen Raum eingeladen sein. Das einzige christliche Symbol ist die Osterkerze, aber die müsste man als Laie erkennen, außerdem ist sie schon sehr stark heruntergebrannt, selbst vom Omega ist nur noch ein Rest zu sehen. „Es ist gut, wenn es von Seiten der Kirche möglichst viele Kontaktstellen gibt, und die nicht gleich Eintrittsstelle heißen“, findet Maaß. Die Jesuiten tragen diese Einrichtung, die den Raum der Stille anbietet, finanziert wird sie vom Bistum Dresden-Meißen. „Die eigene Zielsetzung ist nicht, möglichst viele Mitglieder zu gewinnen“, sagt Maaß.

Den Glauben anbieten, nicht die Leute ködern

Die Orientierung solle ein Angebot sein an jeden, der sein eigenes Weltbild hinterfragen wolle und bereit ist, seinen Blick zu weiten. „Es ist wichtig, dass Menschen etwas finden, wo sie nicht vereinnahmt werden.“ Wie sein Mitbruder Bernd Knüfer möchte er das Wort Mission dafür nicht verwenden. „Die Menschen sind in den vergangenen Jahrzehnten hier von zwei Ideologien beeinflusst worden, sie wollen nicht schon wieder geködert werden.“ Hier schwingt wieder das französische Bischofswort mit: „proposer la foi“ – den Glauben anbieten.

Im Mai 2015 wurde die Propsteikirche St. Trinitatis in Leipzig geweiht. Sie steht in der Innenstadt.
Im Mai 2015 wurde die Propsteikirche St. Trinitatis in Leipzig geweiht. Sie steht in der
Innenstadt. Foto: Schnieders

„Man muss eine neue Sprache lernen“, sagt Pater Knüfer, der jetzt seit mehr als 25 Jahren in Leipzig lebt. „Sie können nicht sagen: Sie müssen doch einsehen, dass etwas in Ihrem Leben fehlt.“ Es fehle den Menschen nichts und Maaß gesteht ein: „Es ist gar nicht so leicht, hinzunehmen, dass für Menschen die Frage nach Gott keine Rolle mehr spielt.“ Wer nicht an Gott glaube, der sei nicht automatisch ein schlechterer Mensch. „Man muss sich selbst darüber klar werden, was bedeutet mir Glaube, und das verleite oft zum Zweckdenken, nur: Gott ist um seiner selbst willen interessant“, sagt er nachdenklich und gleichzeitig bestimmt.

Man muss sich sehr frei machen, von traditionellen Vorstellungen der Kirchenarbeit, wenn man in die Bis-tümer der neuen Bundesländer schaut. Die Feier des Erwachsenenwerdens ist so etwas, denn es ist ein Konzept im Rahmen der Jugendweihe. Diese hat ihren Ursprung im 19. Jahrhundert. Das DDR-Regime vereinnahmte die Feier politisch, und vor allem in den ostdeutschen Bundesländern ist sie immer noch populär. Mehrere Bis-tümer bieten diese Feiern speziell für konfessionslose Jugendliche an, die sich also nicht konfirmieren oder firmen lassen würden, sich jedoch einen Ritus am Übergang zum Erwachsenen wünschen. In Leipzig organisiert die Orientierung die Feier und deren Vorbereitung.

„Es ist keine Basiskatechese“, sagt Maaß, kein Religionsunterricht. In kleinen Gruppen sollen sich Jugendliche treffen und über das eigene Leben, Werte und Hoffnungen reflektieren. „Das Angebot soll helfen, das eigene Menschsein sein zu entfalten.“ Wobei Maaß natürlich als Geistlicher auch noch eine Hoffnung hat: „Wenn später jemand denkt: An Religion ist mehr dran, dann freut uns das natürlich.“ 20 Jugendliche hätten dieses Jahr teilgenommen, zwei Feiern haben sie dafür in der neuen Propsteikirche veranstaltet, die erst im vergangenen Jahr zentral in der Innenstadt geweiht wurde. Auch für das kommende Jahr rechnet die Orientierung wieder mit zwei Feiern für die Jugendlichen.

„Wir können säen, aber ob geerntet wird, das ermög-licht der Herr“, sagt Pater Bernd Knüfer in seinem Büro.

„Ja, der Aufwand lohnt sich. Nicht um der Taufe willen, sondern damit Menschen ihre Perspektive weiten“, sagt Pater Clemens Maaß im Raum der Stille.

Wir sind relevant, weil wir inklusiv sind, nicht exklusiv“, sagt Studierendenpfarrer Frank Martin. „Wir fragen nicht, ob jemand schon getauft ist. Wir wirken in die Gesellschaft und wir sind ein Ort an dem Trost gespendet werden kann.“

Stichwort: "Proposer la foi"

Mit einem „Brief an die Katholiken Frankreichs“ wandten sich die französischen Bischöfe 1996 an die Gläubigen. Darin verwiesen sie darauf, dass die gesellschaftliche Bindung an die Institution Kirche abnimmt. Sie fordern darin die Katholiken auf, sich zuerst mit ihrem eigenen Glauben auseinanderzusetzen. Denn nur so könne man seinen Glauben aufrichtig nach außen vertreten und anderen Menschen „den Glauben anbieten“. Diesen Titel trägt der Brief („proposer la foi“). Er „ist ein Appell an das ganze Volk der Getauften, den Glauben, der uns beseelt, großherziger zu teilen und ihn zuversichtlich zu verkündigen“, schrieben die Bischöfe. ts

Stichwort: Gottesdienstbesucher

Die katholische Kirche zählt in Deutschland 23,8 Millionen Mitglieder, die evangelische 22,3 Millionen. Die meisten Katholiken gibt es im Saarland (61 Prozent), in Schleswig-Holstein die meisten Protestanten (51,4 Prozent), jeweils gemessen an der Gesamtbevölkerung. Die evangelische Kirche zählt die meisten Gottesdienstbesucher an Heiligabend: 8 Millionen Besucher, im Schnitt sind es an Sonn- und Feiertagen 1,15 Millionen. Die katholische Kirche kommt im Schnitt auf 2,45 Millionen Gottesdienstbesucher. Im Schnitt besucht also jeder zehnte Katholik einen Sonntagsgottesdienst. In den ostdeutschen Diözesen ist dieser Anteil höher: Dresden-Meißen 18,1 Prozent, Görlitz 20,8 Prozent. Zum Vergleich: Im Erzbistum Köln sind es 8,9 Prozent,
in Freiburg 8,8 Prozent. ts

Dieser Artikel erschien am 13. November 2016 in unseren Zeitschriften Liboriusblatt, Bayerisches Sonntagsblatt und Christliche Woche. Möchten Sie unsere Zeitschriften kostenlos und unverbindlich probelesen? Mehr Informationen erhalten Sie hier.

 

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