12. November 2018 Kunibert

Gottfried [Ahdt.: »Gottesfriede, -schutz«]

OSB, Hl., wurde um 1065/1066 im Raum von Soissons geboren und erhielt seine Bildung im Kloster Mont-St.-Quentin bei Péronne. Im Alter von 25 Jahren empfing er die Priesterweihe und wurde 1091 Abt in Nogent-sous-Coucy, das er vollständig erneuerte. 1104 wurde er gegen seinen Willen zum Bischof von Amiens berufen. Hier zeigte er sich von äußerster Güte und Mildtätigkeit gegenüber Armen, Kranken und Bedrängten. In den Auseinandersetzungen zwischen den Bürgern und dem königlichen Vogt stand er auf der Seite der Bürger, musste aber 1114 in die Große Kartause fliehen. Bald darauf wurde er zwar zurückberufen, doch wurde seine Liebe mit Undank belohnt. Am 8. November 1115 starb Gottfried in Soissons, wo er im Chor der Abteikirche bestattet wurde. – Am 4. April 1138 wurden seine Gebeine erhoben und in einem Schrein vor dem Hochaltar beigesetzt. Dargestellt in bischöflichem Ornat mit einem Hund.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg