22. September 2017 Mauritius, Emmeram

Johannes Chrysostomus, Hl., geb. um 344/354 in Antiochien, empfing 369 die Taufe und wurde Prediger an der dortigen Bischofskirche. 397 wurde Johannes auf den Bischofsstuhl von Konstantinopel erhoben. Hier wirkte er vorbildlich als Seelsorger, erbaute für Kranke und Arme Hospize und Spitäler, kümmerte sich um die Verkündigung des Glaubens unter den Heiden. Als er das Luxusleben der Reichen anprangerte, die die Armen in Elend und Hunger verkommen ließen, zog er sich die Ungnade des kaiserlichen Hofes zu. 403 wurde Johannes abgesetzt und an die armenische Grenze verbannt. Von dort aus stärkte er durch Briefe seine Anhänger. Deshalb wurde er an das Schwarze Meer in eine noch abgelegenere Gegend verbannt. Auf dem Weg zu seinem neuen Gewahrsam starb er am 14. September 407 in Kumana. – Johannes ist einer der vier großen Kirchenlehrer des Orients und gilt als der größte Prediger der morgenländischen Kirche. Daher auch sein Beiname Chrysostomus [Griech.: »Goldmund«].

– In der Diözese Innsbruck wird sein Gedächtnis am 11. September begangen. Dargestellt in pontifikaler Messkleidung mit Buch, Taube, Engel, Bienenkorb. – Patron der Prediger; bei Epilepsie.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg