23. Oktober 2017 Severin von Köln

Karl [Ahdt.: »Mann, freier Mann«]

Leisner, Sel., geb. am 28. Februar 1915 in Rees am Niederrhein, war ein begnadeter Jugendführer und als Diakon Leiter der Jungschar im Bistum Münster. 1939 wurde er verhaftet und in das KZ Dachau verschleppt. Auch in allen Peinigungen und während schwerer Krankheit behielt er sein unerschütterliches Gottvertrauen. In Dachau wurde Leisner heimlich von dem ebenfalls dort eingewiesenen Bischof Piquet von Clermont-Ferrand geweiht und feierte dort am 26. Dezember seine erste und einzige heilige Messe. Nach seiner Befreiung aus Dachau starb Leisner trotz aufopfernder Pflege am 12. August 1945. Er wurde beigesetzt in der Krypta des Domes von Xanten. – Seligsprechung am 23. Juni 1996 in Berlin.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg