25. September 2018 Nikolaus von Flüe

Benedikt [Lat.: »der Gesegnete«] OSB

Hl., geb. um 480 in Nursia/Umbrien, lebte nach seinem Studium in Rom einige Zeit in einer Asketengemeinschaft, dann drei Jahre lang als Einsiedler bei Subiaco. Später sammelte er Mönche um sich, die unter seiner Leitung in zwölf kleinen Klöstern lebten. Um 529 siedelte er mit seinen Mönchen nach Montecassino über. Hier vollendete er seine Klosterregel, die nicht nur zur Grundlage des »Bendiktinerordens«, sondern für das ganze abendländische Mönchtum wurde. Benedikt starb am 21. März wohl 547 auf Montacassino, wo er auch bestattet wurde. – Sein Leben schildert Papst Gregor d. Gr. im 2. Buch seiner Dialoge. Nachdem 580 die Langobarden Montecassino zerstört hatten, wurde wohl um 673 der Leichnam Benedikts nach Fleury überführt, wo die Gebeine am 4. Dezember 673 ankamen und am 11. Juli 674 (?) in die Marienkirche gebracht wurden. Trotz Zerstörung der Schreine durch die Hugenotten und in der französischen Revolution blieben die Reliquien Benedikts erhalten. Nach der Zerstörung Montecassinos im Zweiten Weltkrieg soll bei den Aufbauarbeiten dort Benedikts Grab mit Gebeinen aufgefunden worden sein. – Paul VI. erhob ihn am 24.10.1964 zum Patron Europas. Dargestellt in Abtsornat mit Becher, Rabe, Dornen, Kugel. – Patron Europas (seit 1964); der Schulkinder, Lehrer, Höhlenforscher (seit 1957), Sterbenden; gegen Fieber, Nierensteine, Vergiftung, Zauberei.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg