Ernst von Pardubitz

(Sel.), geb. um 1300, studierte in Bologna und Padua, wo er mit dem späteren Kaiser Karl IV. Freundschaft schloss. 1443 wurde er Bischof von Prag, im folgenden Jahr zum ersten Erzbischof der neuen Erzdiözese ernannt. Hier bemühte er sich um Bildung des Klerus, reformierte Recht und Verwaltung, legte 1344 den Grundstein zum Prager Veitsdom, war an der Gründung der Universität 1348 beteiligt und bewährte sich als vertrauter Ratgeber des Kaisers in theologischen, künstlerischen und diplomatischen Angelegenheiten. Ernst starb am 30. Juni 1364 und wurde in der Kirche des von ihm gegründeten Chorherren-Stiftes von Glatz (heute Stadtpfarrkirche) beigesetzt, wo sein Grabmal noch erhalten ist. Dargestellt in Pontifikalgewändern.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg