23. Oktober 2017 Severin von Köln

Romuald [Ahdt.: »Ruhm« u. »herrschen«] OSBCam

Hl., geb. um 952 bei Ravenna, wurde nach einer stürmischen Jugend um 972 Mönch in S. Apollinare in Classe/Ravenna, das er nach drei Jahren verließ, um als Einsiedler zu leben. 978 begab er sich mit dem Dogen Pietro Orseolo nach Cuxá/Pyrenäen, wo er eine Eremitengemeinschaft ins Leben rief. Nach Pietros Tod 987 kehrte Romuald nach Italien zurück. Hier reformierte er Klöster und verband in seiner Neugründung Camaldoli (um 1012) die Ideale des alten ägyptischen Einsiedlertums mit der Regel Benedikts. Der unstete Mann, den es nie lange an einem Ort hielt, übte durch sein überstrenges Leben großen Einfluss auf die Mitwelt aus, so auf Brun von Querfurt und Kaiser Otto III. Romuald starb am 19. Juni 1027 in der Einsamkeit von Val di Castro und wurde bald nach seinem Tod als Heiliger verehrt. – Am 7. Februar 1481 wurden seine Reliquien nach Fabriano übertragen und 1748 in den jetzigen Marmorschrein gelegt. Dargestellt im Einsiedlerkleid oder im weißen Kamaldulenserhabit, mit Himmelsleiter, Buch und Totenschädel, neben ihm bisweilen ein Engel, der den Teufel vertreibt.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg