24. Juni 2017 Johannes der Täufer

Alkuin [Ahdt.: der »Tempelfreund«] OSB

Sel., geb. um 730 in York, stammte aus vornehmem angelsächsischen Geschlecht. Ausgebildet an der Domschule York traf er auf einer Romreise 781 in Parma mit Karl d. Gr. zusammen, der den gelehrten Diakon für das Frankenreich gewann. An der Hofschule in Aachen wurde Alkuin der Mittelpunkt des Gelehrtenkreises. Zu seinen Schülern gehörten Einhard und Rhabanus Maurus. Neben anderen Klöstern erhielt Alkuin 796 die Abtei St.-Martin in Tours, wo er den Ordensgeist erneuerte und eine ausgezeichnete Schule einrichtete. Alkuin erwarb sich Verdienst umdie Liturgie, das Bildungswesen, die Missionierung der Heiden und die Bekämpfung der Irrlehren. 801 zog er sich in seine Abtei nach Tours zurück, um sich ganz dem Studium zu widmen. Nach seinem Tod am19. Mai 804 wurde er in Tours bestattet. Dargestellt im Mönchshabit mit Schriftrolle.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg