17. Februar 2019 Benignus

Benedikt von Aniane [eigentlich Witiza]

[Lat.: »der Gesegnete«] OSB, Hl., geb. um 750, entstammte dem westgotischen Adel Aquitaniens. Zuerst im Kriegs- und Hofdienst ausgebildet, trat 773/774 in das Kloster Saint-Seine bei Dijon ein. Um ein Leben in der Strenge der altchristlichen Wüstenväter zu führen, errichtete er 779/7780 auf seinem Erbbesitz eine Cella, die sich schnell zum Kloster Aniane entwickelte. Bald wurde die Regel Benedikts von Nursia zur Leitidee seines Lebens. Zahlreiche Klöster nahmen die Lebensgewohnheiten Anianes an. Nach 814 wurde Benedikt Abt von Maursmünster und des von Ludwig dem Frommen als Musterkloster für das Frankenreich gegründeten Inden, das später Kornelimünster genannt wurde. Der Kaiser wählte ihn zu seinem Berater und zum Abt aller Klöster im Reich. 816–818 wurde auf mehreren Synoden die Regel Benedikts von Nursia zur allein geltenden Klosterregel im Frankreich bestimmt. Benedikt starb am 11. Februar 821 in Kornelimünster. Sein Grab ist bisher nicht aufgefunden worden. Dargestellt als Benediktinerabt mit Feuerflamme.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg