22. Februar 2020 Margareta, Isabella

Sebastian [Griech./Lat.: »verehrungswürdig«]

Hl., nach Mitteilung des Ambrosius aus Mailand gebürtig, starb er als Märtyrer in Rom in der 2. Hälfte des 3. Jhs. – 354 wird berichtet, dass sein Grab an der Via Appia am Eingang des Coemeteriums »ad catacumbas« sei. Die Legende aus der 1. Hälfte des 5. Jhs. berichtet, Sebastian sei Offizier der kaiserlichen Garde gewesen, der auf Befehl Kaiser Diokletians mit Pfeilen durchschossen wurde. Er erholte sich durch die Pflege einer christlichen Witwe, bekannte sich erneut zu seinem Glauben und wurde daraufhin mit Keulen erschlagen. – Reliquien Sebastians befinden sich seit 1250 im Franziskaner-Kloster Hagenau/Elsass sowie angeblich im Kloster Ebersberg/Oberbayern. Im Spätmittelalter erlebte der Kult Sebastians eine große Blüte, da er der Pfeile wegen als Pestpatron verehrt wurde. Dargestellt als Soldat oder junger Mann, mit Baumstumpf und Pfeilen, oder an einen Baum gebunden und von Pfeilen durchbohrt, mit Knüttel und Palme. – Patron der Sterbenden, Schützengilden, Kriegsinvaliden, Büchsenmacher, Eisenhändler, Zinngießer, Steinmetze, Gärtner, Gerber, Töpfer, Bürstenbinder und -händler, Raketenmacher, Leichenträger; der Brunnen; bei Verwundungen, gegen Pest, Seuchen, Viehkrankheiten, Epilepsie, Religionsfeinde.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg