28. März 2017 Guntram, Ingbert

Ein gutes neues Jahr

Jedes Jahr bescheren uns die Tage des 31. Dezember und 1. Januar fröhliche Feiern, volle Mägen, aber manchen auch nachdenkliche Momente und viele gute Vorsätze. Nur wenige wissen aber, dass der 31.12. auch Nemanstag eines Papstes ist.

Foto: pa/dpa

Wer war Silvester?

Papst Silvester, der von 314 bis 335 Pontifex in Rom war, ist der Namensgeber des letzten Tages im Jahr. Der 31. Dezember 335 ist sein Todestag. Aber erst 1.300 Jahre später, seit dem 17. jahrhundert, wird dieser Tag als letzter Jahrestag gefeiert. In die Amtszeit Papst Silvesters fällt die historische Veränderung im Verhältnis von römischem Staat und christlicher Kirche unter Kaiser Konstantin I. (306-337). Außerdem berief Papst Silvester das erste Konzil von Nicäa (325) ein, bei dem Jesus Christus als wesensgleich mit Gottvater definiert wurde.

Welche Silvesterbräuche haben wirklich Tradition?

In den Alpenländern bestand zu Silvester der Brauch, dass sich ein junger Mann als Silvester oder "altes Jahr" verkleidete und Mädchen küssen durfte, wenn es in siene Nähe kam. Mit dem Glockenschlag um 24 Uhr vertrieben ihn dann alle aus dem Haus. In der Schweiz erscheint in manchen Orten die "Schnabelgeiß", eine teuflische und dunkle Schreckgestalt, die von einem guten hellen Engel durch den Ort geführt wird. Symbol dafür, dass auch im neuene JAhr das Böse durch das Gute beherrscht werden soll. Auch das Silvesteressen im Kreis der Familie und Freunde hat mit bösen Dämonen zu run. Die Gemeinsamkeit bildet eine Art geschlossenen magischen Kreis, den kein Dämon aufzubrechen vermag.

Warum beginnt das neue Jahr mit Feuerwerk?

Was heute die Silvesterraketen sind, war früher schlicht ein posaunenchor. Mit Musik oder auch Glocken wurde das neue Jahr begrüßt. Später kamen Alarm- und Schiffssirenen, Hupen und Schreien dazu. Begriffe wie "Höllenspektakel" oder "Höllenlärm" verweisen auf den Deutungszusammenhang, in den das Christentum diesen Lärm einordnete. In vorchristlciher Zeit sollte Lärm die Zauberkraft der Dämonen brechen und sie vertreiben.

Woher kommen die Glücksbringer?

Die Hoffnung und der Glaube, dass man das Glück beeinflussen könne, sind uralt. Glück wird beschworen durch symbolische Gaben wie zum Beispiel Fischschuppen oder Glückspfennige im Portemonnaie. Der Gednake dabei: Der Glückspfennig soll möglichst viele seiner "Artgenossen" anlocken und damit seinem Besitzer Reichtum und ein unbeschwertes Leben bringen. Mit der Zeit kamen andere Glückssymbole und Glücksbringer dazu wie das Glücksschwein, das Hufeisen, der Glücksklee oder der Schornsteinfeger. Auch der Neujahrskringel, -kranz, oder -zopf ist ein Glücksgebäck. Die Form des Gebäcks, der Kranz, symbolisiert zum einen den ewigen Krfeislauf des Jahres, zum anderen auch den vor Dämonen schützenden Kreis.