30. März 2017 Leonardo Murialdo, Patto

Hildegard von Bingen

Hildegard von Bingen OSB

„Werde, was du bist – Mensch, werde Mensch!“

Würde Hildegard von Bingen noch heute leben, wäre sie Bestsellernonne und absolute Person der Zeitgeschichte. Mit Charisma, Witz und intellektuellem Scharfsinn wurde sie damals zur Institution im Männerklub katholische Kirche. Sie vertrat eine zugleich revolutionäre und magnetische Glaubensauffassung und schrieb Bücher über Kräuterkunde, die heute, 900 Jahre später, ein bemerkenswertes Revival erleben. Lesen Sie hier das Porträt von Hildegard von Bingen und erleben Sie die große Heilige in Bildern

Silvester

Silvester [Lat.: »Waldbewohner«]

Hl., stammte aus Rom und erlebte die grundlegende Umstellung des römischen Staates zum Christentum. 314 wurde er zum Bischof von Rom erhoben. Unter ihm wurde durch die Förderung Kaiser Konstantins neben mehreren anderen kirchlichen Bauten auch die erste Peterskirche in Rom errichtet. Silvester starb am 31. Dezember 335 und wurde in der von ihm erbauten Kirche über der Priscilla-Katakombe bestattet. Erst seit dem 5. Jh. verband die Legende fälschlich seinen Namen mit der Taufe Konstantins. Dargestellt im päpstlichen Ornat mit Stier, Schlange oder Muschel, mit Engel und Ölbaumzweig. – Patron für Haustiere, gute Futterernte.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Felix I.

Felix I. [Lat.: »der Glückliche«]

Hl., seit 268/269 Papst, nahm die Gemeinschaft mit der Kirche von Antiochien wieder auf, nachdem der Irrlehrer Paul von Samosata als Bischof abgesetzt worden war. Felix starb am 30. Dezember 273/274 und wurde in der Kalixtus-Katakombe begraben. Dargestellt im päpstlichen Ornat mit Buch.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Vincenza Maria

Vincenza Maria López y Vicuna

Hl., am 22. März 1847 in Cascante/Spanien geboren, widmete sich Werken der Nächstenliebe und eröfnete ein Heim für Arbeit suchende Mädchen. 1876 gründete sie das »Institut der Töchter der Unbefleckten Jungfrau Maria« für Hausangestellte. Sie starb am 26. Dezember 1890 in Madrid. – Seligsprechung am 19. Februar 1950, Heiligsprechung am 25. Mai 1975.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Thomas Becket

Thomas [Hebr.: »Zwilling«] Becket

Hl., geb. 1118 in London, wurde nach Studien in Paris und Bologna 1154 Archidiakon in Canterbury. 1155 ernannte ihn König Heinrich II. zum Lordkanzler. 1162 wurde Thomas Erzbischof von Canterbury und Primas von England. Nun widmete er sich ausschließlich seinen Aufgaben als Bischof. Er führte ein Leben fortan wie ein Mönch und zeigte sich als großherziger Helfer der Armen. Als der König in die Rechte der Kirche eingriff, widerstand ihm Thomas mit Mut und Entschlossenheit. 1164 musste der Erzbischof nach Frankreich ausweichen. Nach langwierigen Verhandlungen zwischen Papst Alexander III., dem König und Thomas konnte dieser 1170 nach England zurückkehren. Doch bald ergaben sich neue Streitigkeiten. In dem Glauben, dem König einen Gefallen zu erweisen, ermordeten vier Edelleute am 29. Dezember 1170 Thomas während der Vesper in der Kathedrale von Canterbury. – Das Grab des Erzbischofs war bald Mittelpunkt einer bedeutenden Wallfahrt. König Heinrich VIII. ließ 1538 den Schrein zerstören und die Reliquien vernichten. Dargestellt in pontifikaler Kleidung mit Palme, Schwert und Kirchenmodell.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Lothar

Lothar [Ahdt.: »der im Herr Berühmte«] OSB

geb. 795 als der älteste Sohn Kaiser Ludwigs des Frommen. Schon früh von Ludwig zum Kaiser bestimmt, konnte Lothar in den zahlreichen Kämpfen der Söhne gegen Ludwig und mit seinen Brüdern die Reichseinheit nicht wahren, wenn ihm auch mit dem (nach ihm Lotharingien benannten) Mittelreich der Kaisertitel blieb. 855 teilte Lothar seinen Reichsteil wiederum unter seinen drei Söhnen auf und setzte so die Stückelung des Reiches fort. Hierauf entsagte Lothar der Herrschaft und wurde Mönch in Prüm, wo er am 29. Dezember 855 starb und beigesetzt wurde. Dargestellt in kaiserlichem Ornat oder in Mönchskleidung mit abgelegter Kaiserkrone.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Hermann

Hermann [Ahdt.: »Heer« u. »Mann«] OSB

Sel., und Otto [Germ.: »der Besitzende«] OSB, Sel., ein Brüderpaar aus Heidelberg, kamen um 1320 nach Niederaltaich/Bayern, wo Hermann als Konverse und Otto als Mönch und Priester das Ordenskleid nahmen. 1322 ging Hermann als Einsiedler in das Quellgebiet des Regen und errichtete in Frauenau bei Zwiesel eine Marienkapelle. Dort starb er am 28. Dezember 1326 und wurde in der Vorhalle der Propsteikirche von Rinchnach begraben. – Otto hatte inzwischen als Einsiedler im Böhmerwald gelebt. Nach zehn Jahren übernahm er in Frauenau das Erbe seines Bruders und wirkte hier neun Jahre lang als Seelsorger und Ratgeber. Zuletzt siedelte er mit seinem Schüler Degenhard auf den Frauenberg bei Hengersberg über, wo er 1344 gestorben ist. Er fand seine letzte Ruhestätte bei seinen Mitbrüdern in Niederaltaich. – Hermann wird besonders in St.-Hermann bei Bischofsmais verehrt. Dort Hauptwallfahrtstag: 24. August.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Otto

Hermann [Ahdt.: »Heer« u. »Mann«] OSB

Sel., und Otto [Germ.: »der Besitzende«] OSB, Sel., ein Brüderpaar aus Heidelberg, kamen um 1320 nach Niederaltaich/Bayern, wo Hermann als Konverse und Otto als Mönch und Priester das Ordenskleid nahmen. 1322 ging Hermann als Einsiedler in das Quellgebiet des Regen und errichtete in Frauenau bei Zwiesel eine Marienkapelle. Dort starb er am 28. Dezember 1326 und wurde in der Vorhalle der Propsteikirche von Rinchnach begraben. – Otto hatte inzwischen als Einsiedler im Böhmerwald gelebt. Nach zehn Jahren übernahm er in Frauenau das Erbe seines Bruders und wirkte hier neun Jahre lang als Seelsorger und Ratgeber. Zuletzt siedelte er mit seinem Schüler Degenhard auf den Frauenberg bei Hengersberg über, wo er 1344 gestorben ist. Er fand seine letzte Ruhestätte bei seinen Mitbrüdern in Niederaltaich. – Hermann wird besonders in St.-Hermann bei Bischofsmais verehrt. Dort Hauptwallfahrtstag: 24. August.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Johannes

Johannes [Hebr.: »Jahwe ist gnädig«]

Hl., Sohn des Zebedäus und der Salome, Bruder des älteren Jakobus, war zuerst Jünger des Täufers Johannes. Die Zebedäussöhne waren am See Gennesaret von Jesus zu Jüngern berufen worden und genossen mit Simon Petrus eine Vorrangstellung. Sie durften bei der Verklärung und im Garten Getsemani anwesend sein. Johannes war der Jünger, den Jesus liebte und dem er unter dem Kreuz seine Mutter anvertraute. Später war Johannes eine der Säulen der Gemeinde von Jerusalem und Samaria. Nach alter Überlieferung hat Johannes später in Ephesus gewirkt. Unter Domitian wurde er auf die Insel Patmos verbannt, wo er die Geheime Offenbarung schrieb. Als er nach Ephesus zurückgekehrt war, verfasste er dort das vierte Evangelium und die Johannesbriefe. In Ephesus ist er dann auch in hohem Greisenalter um das Jahr 100/101 gestorben. – Das älteste Zeugnis für seine Verehrung bildet um 200 die Johanneskirche mit seinem Grab in Ephesus. In Rom wurde unter Papst Hadrian I. (772–795) die Kirche des hl. Johannes vor dem Lateinischen Tor eingeweiht. – Neuere Exegeten unterscheiden zwischen dem Lieblingsjünger Johannes, dem Apostel Johannes, dem Evangelisten Johannes und dem Verfasser der Geheimen Offenbarung. Dargestellt als Jüngling oder Greis mit Ölkessel, Kelch mit Schlange oder mit Buch, Schreibfeder und Adler. – Patron der Bildhauer, Maler, Buchdrucker, Buchbinder, Schriftsteller, Schreiber, Beamten, Notare, Theologen, Papierfabrikanten, Graveure, Glaser, Spiegelmacher, Metzger, Korbmacher, Kerzenfabrikanten, Sattler, Winzer; der Freundschaft; bei Brandwunden; gegen Hagel, Vergiftung; für gute Ernte. – Am Festtag Segnung des Weines (Johannesminne).

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Fabiola

Fabiola

Hl., stammte aus der alten römischen Familie der Fabier und war Christin. Sie heiratete einen lasterhaften Mann, von dem sie gesetzlich geschieden wurde. Gegen kirchliches Gesetz ging sie eine neue Ehe ein. Nach dem Tod ihres zweiten Gatten leistete sie öffentliche Kirchenbuße und wurde wieder zu den Sakramenten zugelassen. Aus ihrem großen Vermögen unterstützte sie nun Arme und Kranke, Priester, Mönche und gottgeweihte Jungfrauen. Im Herbst 394 reiste Fabiola ins Heilige Land, wo sie Hieronymus und Paula kennen lernte. Nach Rom zurückgekehrt, 388 26. Dezember widmete sie sich erneut Werken der Nächstenliebe und war wesentlich an der Gründung eines Pilgerhospizes in Partus beteiligt. Fabiola starb Ende 399. Hieronymus verfasste eine Lobrede auf sie. Dargestellt im Büßerkleid, im Gebet versunken.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Stephan

Stephan [Griech.: »Kranz, Krone«],

Hl., war einer der sieben Diakone der christlichen Urgemeinde in Jerusalem. In Streitgesprächen besonders vor hellenistisch gebildeten Juden vertrat er die Wahrheit der Lehre Jesu Christi. Auch vor dem Hohen Rat von Jerusalem hielt er eine glänzende Verteidigungsrede (Apg 7). Deshalb wurde er zum Tode durch Steinigung verurteilt. Bei der Vollstreckung des Urteils legten die Zeugen ihre Kleider zu Füßen des Saul, des späteren Apostels Paulus, nieder. Nach dem Tod Stephans mussten die hellenistisch gebildeten Christen Jerusalem verlassen und gründeten Gemeinschaften außerhalb der Heiligen Stadt. – Stephans Gebeine wurden 415 aufgefunden. Teile seiner Reliquien kamen später über Konstantinopel nach Rom. Die in Aachen befindlichen Reliquien wurden bei der Messe zur Königskrönung in einem kostbaren Reliquiar, der Stephansburse, ausgestellt. Sein Kult ist besonders im Süden des deutschen Sprachgebietes bis weit östlich in den Donauraum verbreitet. Dargestellt im Ornat eines Diakon mit Dalmatik, Palme, Buch und Steinen. – Patron der Pferde (Pferdesegnung und Umritt am Fest), Pferdeknechte, Kutscher, Steinhauer, Maurer, Zimmerleute, Weber, Schneider, Küfer; gegen Besessenheit, Steinleiden, Seitenstechen, Kopfweh; für einen guten Tod.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Eugenia

Eugenia [Griech.: »die Wohlgeborene«]

Hl., erlitt als jungfräuliche Märtyrin in Rom um 258 den Tod. Sie fand ihr Grab im Coemeterium Aproniani an der Via Latina und genoss schon früh kultische Verehrung. Sie ist dargestellt in den Mosaiken von S. Apollinare nuovo in Ravenna. Dargestellt in römischer Jungfrauentracht mit Märtyrerkrone, Palme und Schwert. – Patronin gegen Taubheit, Besessenheit.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Anastasia

Anastasia [Griech.: »Auferstehung«]

Hl., hat wahrscheinlich in der Verfolgung des Diokletian um 304 in Sirmium/Pannonien das Martyrium erlitten. Da damals Sirmium die Hauptstadt von ganz Illyrien war, verbreitete sich der Kult schnell. Eine neue Kultwelle begann, nachdem um 470 die Reliquien Anastasias in eine ihr zu Ehren geweihte Kirche nach Konstantinopel übertragen worden waren. In Rom wurde ihr Gedächtnis in S. Constanza begangen, die von einer Stiefschwester Konstantins d. Gr. errichtet und nach dieser benannt worden war. Dargestellt als jungfräuliche Märtyrin mit Schleier und Krone, Scheiterhaufen und Schere. – Patronin gegen Kopfleiden, Brustkrankheiten.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Adam

Adam [Hebr.: »der Mensch«] und Eva [Hebr.: »die Leben Gebende«]

die Stammeltern der Menschheit, hat Gott nach der Lehre der Väter begnadet und so der Erlösung teilhaftig gemacht. Dargestellt im Paradies, nackt oder mit Fellen bekleidet, mit Baum, Schlange und Apfel. – Patrone der Gärtner, Schneider.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Eva

Adam [Hebr.: »der Mensch«] und Eva [Hebr.: »die Leben Gebende«]

die Stammeltern der Menschheit, hat Gott nach der Lehre der Väter begnadet und so der Erlösung teilhaftig gemacht. Dargestellt im Paradies, nackt oder mit Fellen bekleidet, mit Baum, Schlange und Apfel. – Patrone der Gärtner, Schneider.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Viktoria

Viktoria

Hl., eine Märtyrin in der Nähe von Rom, die in der Christenverfolgung des Decius (um 250) oder wahrscheinlich Kaiser Diokletians (um 303) den Tod für Christus erlitten hat. Ihr Kult war früher in Italien verbreitet. – Ihre Reliquien wurden 827 nach Piceno, 931 ins Kloster Farfa übertragen. Dargestellt in römischer Jungfrauentracht mit Palme, Schwert und Drachen.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Johannes von Krakau

Johannes [Hebr.: »Jahwe ist gnädig«]

Hl., geb. am 23. Juni 1390 in Kety (daher Cantius genannt), Kanoniker am Stift St.-Florian in Krakau und Professor an der dortigen Universität. Er war erfüllt von Frömmigkeit, Liebe zu den Armen und Sorge für seine Studenten. Mehrfach pilgerte er zu Fuß nach Rom und einmal nach Jerusalem. Er starb am 24. Dezember 1473 in Krakau und wurde er in der Universitätskirche St.-Anna beigesetzt. Dargestellt als Priester mit Kreuz, Monstranz und Marienvision.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Jutta

Jutta [Hebr.: »die Judäerin, Jüdin«]

OSB, Sel., aus dem Geschlecht der Grafen von Sponheim, wurde um 1090 geboren. Um 1106 gründete sie bei dem Benediktiner-Kloster Disibodenberg eine Frauenklause, die sich bald zu einem ansehnlichen Kloster entwickelte, das sie alsMeisterin leitete. Neben anderen Schülerinnen wurde ihr auch ihre Nichte Hildegard zur Erziehung anvertraut, die später ihre Nachfolgerin werden sollte. Jutta starb am 22. Dezember 1036. Schon bald nach ihrem Tod wurde ihr Grab durch Wunder gerühmt. Dargestellt im Benediktinerinnenhabit, zwischen zwei Engeln, über ihr eine brennende Lampe, umgeben von Feuerzungen.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Marian der Schotte

Marian der Schotte OSB, Sel., hieß eigentlich Moel Brigte [Knecht der Brigida],

geb. um 1028 in Irland. Er weilte um 1056–1058 als Mönch in Groß-St.-Martin in Köln. Dann hielt er sich kurz in Paderborn und Fulda auf. In Würzburg empfing Marian 1059 die Priesterweihe. Später begab er sich wiederum nach Fulda. Nach 1069 lebte er als Inkluse am Mainzer Dom. Marian verfasste eineWeltchronik, deren Originalhandschrift in der Vatikanischen Bibliothek in Rom erhalten ist. Er starb am 22. Dezember 1082/83.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg

Richard

Richard [Ahdt.: »kühner Herrscher«] OCist

Sel., stammte aus England und studierte in Paris, wo er Magister der Naturwissenschaften und der freien Künste wurde. Dann wurde er Priester und trat nach einer Reise ins Heilige Land in das Zisterzienser-Kloster Adwerth/Friesland ein. Hier wurde er schon zu Lebzeiten wegen seiner Frömmigkeit verehrt. Richard starb am 21. Dezember 1266. – Seine Gebeine wurden wohl im 14. Jh. aus dem Kreuzgang unter den Altar des Kapitelsaales überführt. Sein Andenken war auch nach der Reformation noch nicht erloschen.

 

 

 

Quelle: Jakob Torsy, Hans-Joachim Kracht (2002): Der große Namenstagskalender.
3850 Namen und 1680 Lebensbeschreibungen der Namenspatrone,
Verlag Herder, Freiburg