Fronleichnam Bräuche

Flower Power

Fronleichnam ist kein besonders schöner Festname. Der Tag selber wird dafür umso prächtiger gefeiert. Die Straßen duften nach Blumen und die Kirche trägt ihren kostbarsten Schatz in die Welt hinaus: Jesus Christus

(Foto: Agentur Look)

Prozessionen

Die Prozessionen sind der bedeutendste und spektakulärste Ausdruck von Fronleichnam. Die geweihte Hostie wird durch die Gemeinde getragen. Natürlich nicht einfach in der bloßen Hand oder einem einfachen Kelch. Die Hostie steckt in einem speziellen Behältnis, der Monstranz. Sie ist meistens aus einem Edelmetall und oft mit wertvollen Steinen verziert. Hinter einem Fenster steckt die Hostie. Bei der Prozession kann so jeder den Herrn sehen. Übrigens: Der Priester berührt die Monstranz auch nicht einfach so. Er bedeckt dabei seine Hände mit dem Stoff eines Schulterüberwurfes und trägt so die Monstranz – meistens unter einem Baldachin – zu vier Altären. Dort werden jeweils ein Evangelium und Fürbitten gelesen sowie die Gläubigen gesegnet.

Blumen

Fronleichnam ist nicht nur wegen der Prozessionen spektakulär. Tradition haben auch Blumenteppiche und Blütenmandalas, die die Straßen in bunte Farben tauchen. Damit soll nicht zuletzt auch an den Palmsonntag und den Einzug Jesu in Jerusalem erinnert werden. In vielen Orten werfen die Gläubigen Blüten vor die Prozession.

Erstkommunionkinder

Die Erstkommunionkinder begleiten meistens die Prozessionen. Sie laufen dem Zug voran, streuen Blumen und zeigen so kurz nach ihrer Ersten Heiligen Kommunion ihre Zugehörigkeit zur Kirche.

Simon Biallowons